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Motosacoche 414

500ccm OHV 22PS Baujahr 1930 Type 414

Die obengesteuerte, 500ccm Motosacoche ist ein Sportmotorrad, welches bereits ab Werk sehr leistungsfähig ist.

So konnte der Besitzer bereits mit kleinen "Modifikationen" daraus ein Rennmotorrad für die damals zahlreich stattfindenden Rennen abändern.

In diesem Sinne ist auch dieses Motorrad ausgerüstet! Natürlich durften keine reinrassigen Rennmaschine entstehen, musste sie doch werktags wieder für den Alltag und den Weg zur Arbeit einsetzbar sein.

Beachten sie die Details, wie offene Kupplung, Doppelport Zylinderkopf, manuelle Zündverstellung im linken Handgriff, die schmalen Schutzbleche, die offenen Ventile sowie die offiziell (!) fehlende Beleuchtung.

Am Klausen- Memorial 2002 belegte diese Maschine den 4. Rang in der Kategorie bis Jg. 1930 und 500ccm.

Velocette KSS 350

Die Velocette KSS 350 wurde von einem englischen Rennfahrer speziell für Hillclimbing, Sprint- und Bergrennen gebaut. Um dieser Aufgaben gerecht zu werden, wurden verschiedene Velocetteteile aus Modellen der 1930er Jahre verbaut. Der gewählte Rahmen stammt, gemäss Rahmennummer, aus einer MOV/ MOC aus den 30er Jahren. Aufgrund seiner stabileren und verwindungssteifen Bauform, eignete sich dieser Rahmen besser für die Bedürfnisse als der original Rahmen. Diese Stabilität kommt daher, dass der Rahmen unter dem Motor geschlossen ist und nicht wie beim Original offen. Der Velocette KSS Mk1 350 Motor ist einer der letzten produzierten Mk1 Motoren aus dem Jahr 1933. Er zeichnet sich aus durch den OHC Ventilantrieb (Königswelle) und die offenen Ventiele. Für mich eine Augenweide. Der Zylinder wurde aus einem Aluminiumblock gedreht. Die Kühlrippen wurden in ihrer Grösse angepasst um die Temperatur des Zylinders zu optimieren. Als Vergaser wurde ein Dell Orto SSF 26A verbaut, ein Rennvergaser italienischer Herkunft. Auch das Gertriebe stammt nicht von der KSS sondern wurde von einer MOV/ MAC mit 4 Gängen und Fussschaltung übernommen. Bei regionalen Bergrennen erbrachte diese Änderung erhebliche Vorteile gegenüber der Konkurenz mit handgeschalteten Getrieben. Den Bremsen wurde wenig Beachtung geschenkt, da die Maschine für bergaufwärts gedacht war. Das Gewicht war entscheidender als wuchtige, grosse Bremsen. All diese Änderungen und Anpassungen bringen die Rennmaschine auf ein Gewicht von unter 100 kg.

Nach einigen Rennen verschwand die Maschine in der Garage des Fahrers und Erbauers. Als sie verkauft wurde, landete sie in einem englischen Privatmuseum. Nach dem Tod des Museumsbesitzer kaufte der Oldtimerrennfahrer John Searle die Rennmaschine und importierte sie nach Holland um sie für Strassenrennen zu nutzen. Jedoch blieben die Erfolge aus und die Velocette wurde erneut verkauft.

Anschliessend wechselte die Rennmaschine ihren Besitzer ins Tirol. Ohne grosse Erfolge, wechselte der Besitzer erneut. Sie blieb jedoch im Land Tirol. Aufgrund der defekten Kupplung blieben auch hier die Erfolge aus. Dies bewegte den damaligen Besitzer zum Verkauf über das Internet. So stiess ich auf diese Maschine und erfreue mich seither über den Erwerb.

Factory 1890